FRANCESCO DEMETZ LA RIVES * 1927 in St. Christina, + 2007 in Innsbruck. In St. Christina in Gröden/Südtirol wurde Francesco La Rives 1927 geboren, wo seit Generationen die Bildhauerei im Mittelpunkt künstlerischer Arbeit steht. Auf Grund der gewaltsamen Völkerversetzung im Dritten Reich nach Elsass-Lothringen, konnte er sich diese Fähigkeiten nicht aneignen. Erst nach dem Krieg schulte er seine Handfertigkeiten an der damaligen Staatsgewerbeschule und an der Innsbrucker Kunstgewerbeschule von Toni Kirchmayr. Nach weiten Studienreisen wagte er mit 40 Jahren den Sprung aus der gesicherten Schildermalerei hin zum freischaffenden Künstler. 1983 vertrat er Österreich bei der größten amerikanischen Kunstmesse, der Art Expo in New York, wo er als „Dürer des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet wurde.

Auszeichnungen: 1970 Heintje-Preis, Frankfurt; 1972 Preis des Landes Niederösterreich beim 13. Österreichischen Grafik-Wettbewerb; 1987 2. Platz in der Kategorie Zeichnung beim Grand Prix d’Art; 1987 Rembrandt Plakette beim Offenen Kunstpreis des Forschungs-Institutes Bildender Künste, 2005 Ehrenmitgliedschaft im Verein Tiroler Künstlerschaft Innsbruck, 2005 Sieger der Phönix-Trophäe beim 10. Offenen Kunstpreis der Jean-Gebser-Akademie.

Öffentliche Ankäufe: Bundesministerium für Unterricht und Kunst Wien; Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck; Tiroler Landesregierung Kulturamt Innsbruck; Kulturamt der Stadt Innsbruck; Freie Universität Teufen, Schweiz; Bank für Tirol und Vorarlberg; Stadtsparkasse Innsbruck.

Einzelausstellungen (Auswahl): Innsbruck/A, Bozen/I, Meran/I, Nürnberg, Wetzlar, Kassel, Bad Schmiedeberg. Beteiligungen: an zahlreichen Gruppenausstellungen u.a. Wiener Sezession, Personale 1972; Art Expo New York mit Ernst Fuchs 1983/84.

Literatur (Auswahl): Das Portrait nach 1945 in Tirol, Tiroler Landesmuseum; Katalog Ferdinandeum Innsbruck, 1977; 100 Jahre kunsthistorisches Institut, Universität Innsbruck; Meister Bildender Künste, Bd. 1; Allgemeines Lexikon der Kunstschaffenden, Bd. 1; Dokumenta Artis, 1991 und 2004; Francesco La Rives, Monografie, 1993, Künstlerkompendium 2004, KUNST aktuell Nr. 2/2005, Meisterwerke Künstler unserer Zeit 2006, 2007, 2008.

„Anfang der 90er Jahre vorigen Jahrhunderts erschien eine Werkmonografie zum Œuvre von Francesco Demetz La Rives und reflektierte ein Vierteljahrhundert seines Schaffens. Jetzt, ein Jahrzehnt später, ist der Malerrebell, der nicht sanfte, lyrische und schöne Motive zu Papier und Leinwand brachte, sondern seine Kunst als eine Berufung erkannte durch die er – der eigentlich Schweigende – zu den Menschen eindringlich sprechen kann und aufrüttelte, nun nachsichtiger, versöhnlicher mit sich und zeichnet, aquarelliert das Vollendete der Schöpfung.“  (aus KUNST aktuell Nr. 2/2005)