HANS-DIETER GROSSMANN * 1926 in Frankfurt/Oder. Studium für Malerei und Grafik an der Akademie der Künste in Berlin; Meisterschüler bei den Professoren Tank und Speidel. Ab 1952 galt es für ihn vordergründig sein traditionell erlerntes Schaffen zu perfektionieren bis er 1961 erstmals in Berlin seine Arbeiten ausstellte. Sieben Jahre später werden seine Grafiken und Aquarelle auch international in Ausstellungen präsentiert, von Mailand bis New York, in Bangkok und Toronto, um nur einige Stationen zu nennen. Bis zum Ende der 90er Jahre sind es klassisch mit Pinsel, Feder und Stiften gemalte Arbeiten, die Hans-Dieter Grossmann in Ausstellungen zeigt. Daneben jedoch ist er als Art Director eines Weltunternehmens schon ein Jahrzehnt lang mit dem Cursor als künstlerisches Handwerkszeug vertraut. Nicht mehr auf dem Zeichenbrett, sondern auf der Bildfläche des Monitors werden seine Schöpfungen sichtbar. Er beginnt mit der digitalen Bildgestaltung nachdem 1979 die frühe Computergrafik, bei der sich die Anwender noch den Möglichkeiten der technisch instrumentalisierten Software-Technologie unterordnen mussten zum Abschluss kam (sh. Herbert W. Franke, Roland K. Fuchshuber, Theo Goldberg, Frieder Nake, Georg Nees, u.a., Katalog ‚Ex Machina’, Deutscher Kunstverlag 2007). Auf Grund seiner Studien quer durch die Kunstrichtungen der letzten Jahrhunderte bis zu Leonardo da Vinci und seinen Perspektiven sowie des jahrzehntelangen klassischen Malens weiß Hans-Dieter Grossmann seine Ideen meisterlich futuristisch mittels digitaler Übersetzungen ins Bild zu transponieren.

2001 beteiligte er sich bei der MOCA, im Museum of Computer Art New York, 2002 im Truly Virtual Web Museum of Dr. Rodney Chang, Hawai und in der australischen Vzualet Gallery in Perth, 2006 im Leigh Yawkey Woodson Art Museum USA. Als Künstler des Monats Juli 2006 und Sieger des ‚Award of the best Artwork’ zeichnete man ihn aus; schon 1975 gewann er im Wettbewerb ‚Kunst und Medizin’ die Bronzemedaille, 1998 den 1. Preis beim „tentenal creative inkjekt award“.

Literatur: Meisterwerke Künstler unserer Zeit 2006, 2007, 2008, 2009; Künstlerwandkalender DIGITAL-Painting von Dieter Grossmann 2009; KUNST-aktuell 5/2007, 1/2008.

„Digitale Kunst durchbricht alle Sprachbarrieren und kann per Internet mit Lichtgeschwindigkeit ausgetauscht werden und Hunderte, wenn nicht gar Tausende von Menschen in der ganzen Welt gleichzeitig erreichen. So werden Einsichten und Ansichten ausgetauscht im Bemühen, einander kennen und schätzen zu lernen, einander zu lieben gerade wegen unserer Unterschiede, uns als menschliche Rasse zu vereinen, miteinander in Kontakt zu kommen und zu bleiben und in Frieden zu leben auf dem Planeten, den wir unsere Heimat nennen... Wir wissen, dass ein Kunstwerk mehr aussagen kann als Millionen Worte, und jetzt können wir mit Hilfe der digitalen Kunst und des Internet weltweit miteinander sprechen, einander zuhören und kennen lernen und zwar auf einfache, unbedrohliche angenehme Weise…“, sagt Hans-Dieter Grossmann